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Semesterprojekte

Themenarchiv der Projekt- und Diplomarbeiten

Semester:
Wintersemester

Student:
Elges, Constanze
Khonsari, Sassan
Kuhnert, Alexander

Studienphase:
Projekt im Hauptstudium

Professor / Lehrbeauftr.:
Prof. Alfred Grazioli

Assistent / Wissensch. Mitarb.:
Uta Graff

Themengebiet:
Städtebau

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  • 2002. Studenten:
    Elges, Constanze • Khonsari, Sassan • Kuhnert, Alexander
  • Projekt im Hauptstudium
  • Prof. Alfred Grazioli
  • Städtebau

Bühne Landschaft. Wangerooge.

Obere Strandpromenade West


Die Arbeiten sind im Rahmen einer "Entwurfswerkstatt auf Wangerooge" in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde und reger Bürgerbeteiligung entstanden und anschließend in Berlin vertiefend untersucht worden.

Die vorhandenen Einrichtungen und Anlagen der Gemeinde Wangerooge im Bereich der 'Oberen Strandpromenade West' genügen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Hohe Ansprüche an die Wettbewerbs- und Konkurrenzfähigkeit fordern Konzepte und zu realisierende Maßnahmen in absehbarer Zukunft.

Auf dieser Grundlage und unter Betrachtung vieler Faktoren der Entwicklung werden Horizonte geöffnet und Sichtfelder frei gelegt, werden Chancen und Möglichkeiten abgetastet und aufgezeigt. Untersucht wurden die vielfältigen Anregungen, Interessen und Ideen. Aus dem Fundus von Vorstellungen sind Bauvorschläge entstanden, Machbarkeiten geprüft und Vereinbarkeiten mit Programmvorschläge in Volumen, Ausprägung und Atmosphäre dargestellt worden.

Mit dem Projekt "Entwurfswerkstatt" zur städtebaulichen Erneuerung und Entwicklung des Bereichs 'Obere Strandpromenade West' soll der bisherige Weg der Standort- und Qualitätssicherung weiterentwickelt und mittels einer offenen Strategie unterstützt werden.

Die Ergebnisse der Entwurfswerkstatt sollen der Gemeinde Wangerooge als Entscheidungshilfe für die verwaltungsinterne und besonders politische Diskussion dienen.

Constanze Elges
Rehabilitationsklinik

 

Das Gebäude der Rehabilitationsklinik befindet sich am westlichen Ende der Strandpromenade etwas zurückgesetzt von der direkten Promenadenkante. So bildet sich ein Platz vor dem Gebäude, der erst überquert werden muss und dem Haus eine private Atmosphäre gibt. Diese steht im Kontrast zu der Öffentlichkeit des direkt an die Promenade grenzenden Hotels.
Der Baukörper setzt sich aus einem niedrigeren vorgelagerten Teil und einem hohen "Rücken" zusammen. Dies unterstreicht noch einmal die Geste des Privaten und vermeidet zudem die völlige Verschattung der Promenade. Das Gebäude gliedert sich thematisch in drei Bereiche, 1. den Zimmerbereich, 2. den internen Therapiebereich und 3. den auch öffentlich zugänglichen Erholungsbereich.
Letzterer ist in dem zweigeschossigen Teil des Baukörpers untergebracht und enthält ein Schwimmbad, eine Saunalandschaft sowie das Restaurant. Das Gebäude wird von der Petersstrasse und der Strandpromenade auf zwei unterschiedlichen Niveaus erschlossen, die sich aus dem natürlichen Geländeversprung ergeben. Die Zimmer richten sich hauptsächlich nach Süden, aber auch nach Osten und Westen, um die Sonne zu nutzen. An der Nordfassade befindet sich der therapiebereich aus großzügigen, teilweise zweigeschossigen Räumen, die sich von der kleinteiligen Zimmerstruktur differenzieren.

 

Die Fassade ist der wichtigste Teil dieser Räume. Sie erhält eine Tiefe, wird räumlich und betont die Ausblicke mit Hilfe von schräg eingeschnittenen raumhohen "Fensterlöchern", die entweder fokussierend oder streuend den Ausblick inszenieren. SO kann die Wirkung des Meeres mit in die therapeutische Behandlung einbezogen werden und die Klinik nutzt den exklusiven Standort an der Promenade mit dem herrlichen Blick auf die Nordsee optimal aus. Außenflächen auf den Dächern des niedrigern Gebäudeteils können für Sport und Erholung genutzt werden.

Sassan Khonsari
4-Sterne-Hotel



Der Stadtrat der Nordseeinsel Wangerooge diskutiert zur Zeit die Umgestaltung der Strandpromenade. Der vorliegende Entwurf liefert eine Lösung für das von der Gemeinde vorgeschlagene Szenario "4-Sterne-Hotel". Ausgehend von der Verteilung der Hotelzimmer auf drei Gebäude wurde ein Grundtypus entwickelt, der auf die wesentlichen topografischen Bedingungen reagiert. Die Gestaltung des umgebenden Areals umfasst Badehaus, Kurturm und ein Meerwasserbecken.
Exemplarisch wurde die innere Organisation des östlichen der drei Gebäude durchgearbeitet. Grundrisse und Schnitte zeigen das Kongresshotel mit öffentlichen Nutzungen im Sockel (Kino/Vortragssaal, Kongresshalle/Kursaal, Café, Bibliothek, Nord-Terrasse) und die aufsitzenden T-förmigen Obergeschosse mit insgesamt 82 Hotelzimmern.

Alexander Kuhnert
Dreigeteiltes Grundstück

Der Entwurf sieht ein Ensemble bestehend aus drei beplanten Grundstücksparzellen für das von der Gemeinde Wangerooge freigegebene Gelände, respektive für das sich ihm im Westen anschließende, momentan noch dem Bund gehörende Grundstück vor.
Der städtebauliche Komplex reagiert auf die in der oberen Strandpromenade vorgefundene Körnigkeit der Bauvolumen.


Die Setzung des Gebäudes schafft zum einen mit Hilfe des vorhandenen Terrainsprunges im Süden zurückgezogene Terrassen, die eine windgeschützte Nutzung ermöglichen, zum anderen entsteht ein Platz, der das Ende der Promenade akzentuiert und zwischen den verschiedenen Räumen –Strand, Dünen, Promenade, Stadt– vermittelt.



Die Ambivalenz der Ausrichtung der Grundstücke ist bestimmend in dem mit dem Raumprogramm eines 4-Sterne-Hotels detaillierten Komplex. Während sich der Norden verschließt und schützt, sind im Süden Zimmer mit großzügigen Loggien und die Lobby sowie Restaurant und Tagungsräume vorgesehen. Intimere Nebennutzungen wie ein Schwimmbad, Fitness- und Wellnesseinrichtungen sind im Sockelgeschoss untergebracht.

   

Das Gros der Hotelzimmer wird durch einen in Holz gearbeiteten Einbau bestimmt. Seine Ausformung passt sich der Lage und dem Ausstattungsstandard des Zimmers an, kann Fensterbank oder Strandkorb auf dem Balkon sein.

 

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