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Semesterprojekte

Themenarchiv der Projekt- und Diplomarbeiten

Semester:
Wintersemester

Student:
Bartolmäs, Christoph

Studienphase:
Diplomarbeit

Professor / Lehrbeauftr.:
Prof. Eilfried Huth

Assistent / Wissensch. Mitarb.:
Jesko Fezer

Themengebiet:
Öffentliche Gebäude

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  • 2002. Student: Bartolmäs, Christoph
  • Diplomarbeit
  • Prof. Eilfried Huth
  • Öffentliche Gebäude
Semesterprojekt Architektur
Semesterprojekt Architektur 2b

Semesterprojekt Architektur 3b

Semesterprojekt Architektur 4b

Semesterprojekt Architektur 5b

Zoo-Berlin – Amazonashalle

Zoo = isolierte Tiere in Käfigen?

Die falsche räumliche Gewichtung zugunsten des Besuchers (Wege, Abstandsflächen, Blumenrabatten, Gastronomie) sowie die totale Kontrolle der Lebensbedingungen der Zootiere ist nicht nur in Berlin immer noch Alltag.
Das Gehege bietet minimalen Raum für wenige Individuen meist nur einer Art.
Beraubt ihrer natürlichen Beschäftigungen wie z.B. Nahrungssuche, Partnerwahl oder Revierkampf und gnadenlos den Blicken der Besucher ausgeliefert, leben teilweise in neurotischen Zwangsbewegungen verharrende Kreaturen.
Die Wiederaussiedlung von solchen Pfleglingen kann man als Illusion ansehen.

KONZEPT DER HALLE:
In einer Klimahülle wird ein Stück Amazonas-Regenwald angelegt, durch den ein 10 m breiter Fluss mäandert.
Die Bepflanzung beginnt mit schnell wachsenden phototropen Arten, gefolgt von schattentoleranten langsam wachsenden Bäumen.
Peu à peu werden Tiere zugesetzt, mit dem Ziel, stabile Populationen zu etablierten.
Die gesamte Waldfläche der Halle steht den Tieren als Lebensraum bereit, wobei Revierverhalten und Nischenzugehörigkeit den Aktionsraum der Tiere bestimmen.
Der Wald hält die von den Bewohnern benötigten Ressourcen bereit.
Alle natürlichen Verhaltensweisen der Tiere werden akzeptiert, auch Jagd- und Fluchtverhalten, Kadaververwertung etc.
Der tropische Regenwald zeigt eine in mehrere Etagen erkennbare Diversifikation von Flora und Fauna. Um diesen Stockwerkaufbau für den Besucher zugänglich zu machen, erschließen drei Erlebniswege den Regenwald. Auf dem bodennahen Tapirpfad erkundet man die untere, lichtarme Zone. In Höhe der Baumwipfel wandelt man auf dem Gibbonpfad, um Affen und Vögel zu entdecken, der Fluß kann mit Kanus erkundet werden.
Auf das Timesharing des Regenwaldes durch tag- und nachtaktive Arten wird mit Führungen zur Nachtzeit eingegangen. Dem Personal obliegt die Überwachung der Populationsgrößen und die Annäherung an ein Gleichgewicht der Kräfte.
Mit der radikalen Abkehr von Jahrhunderte alter Tierhaltung ist das Projekt als Experiment gekennzeichnet.
Der Tendenz zur Vermenschlichung der Tiere seitens des Personals und des Zoobesuchers soll entgegengewirkt werden. Es werden keine exotischen "Haustiere" gezeigt, sondern der Besucher soll einen Einblick in das komplexe und artenreichste Ökosystem unserer Erde erhalten – als Motivation sich für den Erhalt des Regenwaldes einzusetzen.

Generally speaking, tropical rain forest can be subdivided into three levels in regard of flora and fauna. This feature required a three-dimensional walk-path for the visitor.
On the lowest level one experiences tapir trail which offers the opportunity to explore the light-penurious zone at the ground. Leading from the main course one can walk though small trails that lead too observation platforms.
At the second, the gibbon path, one can walk at the treetops and observe monkeys and birds. The third route is the river itself that can be discovered by canoes.
Due the fact that different species are active in the rain forest at nighttimes than during the daytime, the Hall shall open also to night time to face the "night-live" in the rain forest by the audience.
In the first phase of construction, the hall with the terrain and river, water and climate technology will be erected. The second is the phase of planting, starting with fast-growing photo tropics types, later on followed by the shade-tolerant slowly growing trees.
At the same time, it begins the last phase settling with animals. The visitor shall get into a close contact with the live of the complex and species-richest ecosystem.
By doing this exploration visitors should be stimulated to get engaged with activities aiming at preserving trop the rain forest.

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