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Semesterprojekte

Themenarchiv der Projekt- und Diplomarbeiten

Semester:
Sommersemester

Student:
Lenk, Sebastian

Studienphase:
Seminar / Workshop

Professor / Lehrbeauftr.:
Prof. Eilfried Huth

Assistent / Wissensch. Mitarb.:
Jesko Fezer

Themengebiet:
Kultur/ Medien/ Kommunikation

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  • 2001. Student:
    Lenk, Sebastian
  • Seminar / Workshop
  • Prof. Eilfried Huth
  • Kultur/ Medien/ Kommunikation

team 10 – life falls through the net of the four functions

Ein Workshop zu einem architekturgeschichtlichen Phänomen

HOUSING THE STREET.
– halbstarker Urbanismus bei 'team 10' ab 1953

Das Seminar untersucht die jüngere Architekturgeschichte über das euphorische Ende des CIAM und die moderne Kritik des Modernismus durch Strukturalisten und humanistische Rebellen.
Die Dokumentationen des Workshop umfassen folgende Seiten:

CIAM . 1928 bis 1939

Titel und somit Inhalt des Seminars ist "TEAM 10". Die Gründung dieser Gruppe, ihre Arbeit, ihr Anliegen, kann nicht ohne die Geschichte des CIAM verstanden werden, aus dem heraus TEAM 10 entstanden ist. Es ist also notwendig, vor einer Beschäftigung mit Team 10 Kenntnisse über den CIAM vorauszusetzen.
1928 als Congrés Internationaux d´Architecture Moderne gegründet, vereinigte er die führenden Architekten seiner Zeit.
Bis 1939 fanden fünf große Kongresse statt, begleitet von mehreren Zwischentreffen des CIRPAC (Comité International pour la Réalisation du Problème Architectural Contemporain), des Komitees, daß die eigentlichen Kongresse organisierte. Der sechste Kongress, der 1939 stattfinden sollte, fiel wegen des Beginn des Krieges aus. Als der CIAM nach dem Krieg wiederbelebt wurde, war er nicht mehr derselbe wie vorher.
Somit ist eine Unterteilung des CIAM in eine Vorkriegs- und eine Nachkriegsphase sinnvoll. Die Vorkriegsphse, die "heroische", liest sich als Propaganda der für die neue Architektur. Die zweite, die "dekadente", ist vor dem Hintergrund einer schlechten Weltwirtschaftssituation zu sehen.
Als der erste Kongress 1928 stattfand, waren die späteren Mitglieder von Team 10 noch nicht einmal Studenten (Bakema *1914, Aldo van Eyck *1918), bzw. gerade geboren worden (Peter und Alison Smithson *1923 bzw 1928). Sie nahmen an keinem der CIAM – Treffen der Vorkriegsphase teil, hatten somit auch keinen direkten Einfluß auf seine Entwicklung.
Einzige uns bekannte umfassende Darstellungen der CIAM Kongresse sind die von Martin Steinmann (Steinmann: CIAM Dokumente 1928-1939) und Eric Mumford (Mumford: The CIAM Discourse on Urbanism, 1928-1960). Somit sind diese Veröffentlichungen auch maßgebliche Grundlage für den folgenden Beitrag. Mumford spricht in seinem Vorwort als weitere Quellen noch von Giorgio Ciucci und Auke van der Woud (Mumford, S. 276, Anm. 6 und 8), zusammengefasst und um weitere Texte ergänzt durch Martin Steinmann (Mumford, S. 276, Anm. 9).

Alles, was in diesem Jahrhundert mit den Begriffen "Moderne", "neues Bauen", "International Style" oder "Funktionalismus" zu tun hat, ist unweigerlich auf irgendeine Art mit dem Congrés Internationaux d´Architecture Moderne – CIAM - verknüpft. In ihm vereinen sich die Protagonisten des neuen Bauens eines jeden Landes. Führende Mitglieder aller avantgardistischen Gruppen der ersten Hälfte des Jahrhunderts waren auch Teilnehmer im CIAM: Gerit Rietveld von deStijl, Mart Stam, El Lissitzky, Hans Schmidt von der ABC-Gruppe, Walther Gropius und Marcel Breuer aus dem Bauhaus...

Man muß der Auffassung entgegenwirken, Le Corbusier habe die Idee und das ausschlaggebende Engagement gehabt, eine internationale Beziehung zwischen den Architekten des neuen Bauens zu schaffen.
LeCorbusier war bereits 1924 von El Lissitzky eingeladen, um eine Organisation von modernen Architekten zu gründen, was wohl aus politischen Gründen von diesem abgelehnt wurde. Einen ähnlichen, ebenfalls gescheiterten Versuch gab es 1927 von deutscher Seite nach der Weißenhofausstellung in Stuttgart. Weiterhin erhielt Siegfried Giedion von Helene deMandrot im Februar 1928 einen Brief, in dem sie ihr Anliegen zum Ausdruck brachte, die wichtigsten Architekten der Gegenwart auf ihr Schloß in La Sarraz in der Schweiz einzuladen. Dies unterbreitete sie auch Le Corbusier persönlich in Paris. Der lehnte wieder ab. Die Idee wäre gestorben, wenn de Mandrot nicht hartnäckig genug gewesen wäre, und Le Corbusier solange bearbeitete, bis er unter der Bedingung einwilligte, das Programm für ein solches Treffen aufzustellen. Das Fehlen eines solchen hatte er als Hauptgrund für seine Ablehnung des Vorschlages genannt.
LeCorbusier und Gabriel Guévrékian begannen in Paris und Giedion und Mitglieder des Werkbundes in Zürich mit der Organisation. Ende April des gleichen Jahres wurde ein erstes fünfseitiges Programm an verschiedene Architekten verschickt. LeCorbusier legte großen Wert darauf, Karl Moser für den Kongress zu gewinnen. Das hängt mit dessen Engagement beim Völkerbundpalastprojekt in Genf zusammen, bei dem sich LeCorbusier von der Jury übergangen gefühlt hatte, was verständlich ist, befasst man sich mit dessen Geschichte (Lit.: Oechslin). Es gab bei diesem Projekt keinen Sieger aus den 377 Beiträgen, obwohl Moser, Hoffman, Berlage und Tengbom für LeCorbusier´s Einreichung gestimmt hatten. Vermutlich ist es letztendlich LeCorbusier´s Verdruss über dieses Ergebniss zu verdanken, daß er sich endlich für das Projekt eines Kongresses begeistern konnte. Die tatsächlichen Realisierer des Projektes Julien Flegenheimer und Joseph Vago fragten bezüglich einer Teilnahme in La Sarraz ebenfalls an, wurden aber, wen wundert´s, abgewiesen.
Von den geladenen Architekten nahmen nicht teil: Tony Garnier, Auguste Perret, Adolf Loos, Henry van de Velde, Gropius, Mies, Mendelsohn und Oud. El Lissitzky konnte ebenfalls nicht erscheinen, da er Probleme mit der Erlangung eines Einreisevisums hatte. Die ersten Vorschläge für das Programm wurde von den angeschriebenen Architekten begrüßt. Man wollte, nachdem Weißenhof eine gesamteuropäische Strömung hat sichtbar werden lassen, diese der Öffentlichkeit darlegen. Moser war der Ansicht, der Kongress sollte mangels eines eindeutigen Programms und wegen der immer noch bestehenden Aufregung bezüglich des Völkerbundpalastes eher bescheiden ablaufen und besser einen späteren, größeren vorbereiten.
So wurde ein neues Programm erstellt, daß sechs zu erörternde Fragen beinhaltete: 1. Konsequenzen der modernen Technik für die Architektur, 2. Standardisierung, 3. Ökonomie, 4. Städtebau, 5. Grudlagenlehre, 6. Regierungen und die moderne Architekturdebatte. An je einem der drei geplanten Sitzungstage sollten zwei Fragen erörtert werden. Man traf sich nun vom 26. bis 28 Juni 1928 auf dem Schloss La Sarraz in der Schweiz. Führende Stimme war LeCorbusier und Frampton meint (im Vorwort bei Mumford), die Abwesenheit der führenden deutschen Architekten auf dem ersten Kongress in La Sarraz, also Mies van der Rohe, Walter Gropius, Erich Mendelsohn, eröffnete der eher polemischen Schweizer Gruppe Entfaltungsspielräume, vertreten durch die ABC-Mitglieder Mart Stam, Hannes Meyer und Hans Schmidt.
Aufgrund der regen Diskussion wurden jedoch nur vier der geplanten sechs Fragen erörtert. Zur ersten, umbenannt in "Ergebnisse der modernen Technik", sprachen LeCorbusier und Victor Bourgeois. Die zweite (Standardisierung) behandelte Ernst May. Hauptstreitpunkt waren hier die beiden Ansichten, eine generelle Standardisierung bzw. Präfabrikation von Bauteilen auf den gesamten Wohnungsbau bezogen zu forcieren, oder diese auf wenige Elemente zu beschränken. Am zweiten Tag ging es um Allgemeine Wirtschaftlichkeit (Schmidt) und Städtebau (Lurcat). Abschließend wurde die "Erklärung von La Sarraz" aufgesetzt (Meyer, Giedion, Lurcat, Frank, LeCorbusier) und in deutsch und französisch veröffentlicht (Lit.: Conrads), wobei sich die beiden Fassungen merkwürdigerweise leicht unterscheiden.
Sie gliederte sich in die Punkte 1. Allgemeine Wirtschaftlichkeit, 2. Stadt- und Landesplanung, 3. Architektur und öffentliche Meinung und 4. Architektur und Beziehung zum Staat. Zu beachten ist eine Stelle im zweiten Abschnitt, der schon bei diesem ersten Treffen die Tendenz erkennen läßt, deren Ergebnis dem CIAM später als größter Fehlgriff angelastet wurde: "1. Stadtbau ist die Organisation sämtlicher Funktionen des kollektiven Lebens in der Stadt und auf dem Lande. Stadtbau kann niemals durch ästhetische Überlegungen bestimmt werden, sondern ausschließlich durch funktionelle Folgerungen. 2. An erster Stelle steht im Stadtbau das Ordnen der Funktionen: a) Das Wohnen; b) das Arbeiten; c) die Erholung (Sport, Vergnügen). Mittel zur Erfüllung dieser Funktionen sind: a) Bodenaufteilung; b) Verkehrsregelung; c) Gesetzgebung." – Die Geburt der "funktionellen Stadt". LeCorbusier verwendete diese Erklärung in einer seinen Bedürfnissen abgewandelten Form 1943 nocheinmal in seiner "Charta von Athen"
Man beschloß, daß sich die Architekten des neuen Bauens gegenseitig in ihren Bemühungen unterstützen wollten, was so etwas allgemein formuliert scheint, aber der Punkt ist, daß sich erstmals Architekten der neuen Bewegung des Bauens auf internationaler Ebene getroffen haben, um ihre Standpunkte zu vertreten, ihre Ansichten auszutauschen. Ein wichtiges Ergebnis der ersten Kongresses war die Konstituierung des CIRPAC (Comité International pour la Réalisation du Problème Architectural Contemporain), des Organs, daß die folgenden Kongresse vorbereiten und organisieren und die Beschlüsse an die Öffentlichkeit bringen sollte. Es wurde ein Unterschied zwischen Architekten-mitgliedern und Honorar-mitgliedern gesetzt, welche sowohl vom Präsidenten als auch vom Vizepräsidenten ernannt wurden. Die CIRPAC-Mitglieder wurden Delegierte genannt. Dem Komitee gehörten an: Prof. Moser als 1. Präsident und Giedion als Sekretär der CIAM sowie ein erster und ein zweiter Delegierter pro Land.

Der CIRPAC trat zum ersten mal am 02.02.1929 in Basel zusammen, um den zweiten Kongress vorzubereiten. Es ging um die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für neue urbane Konzepte für die moderne Industriegesellschaft. Ernst May plädierte für Frankfurt als Austragungsort. May gab das Magazin "Das neue Frankfurt" heraus, in dem unter anderem die Satellitensiedlungen Bruchfeldstrasse und Höhenblick veröffentlicht waren. Gropius´ Zeilenhaustypus aus der Siedlung Dammerstock in Karlsruhe kam ebenfalls nach Frankfurt. Taut und Gropius waren in Deutschland sowieso führende Architekten des Wohnungsbaus. So gelang es, den zweiten CIAM Kongress für Frankfurt unter dem Motto "Die Wohnung für das Existenzminimum" zu gewinnen. Es wurde ein 38-seitiger Fragebogen erarbeitet zum Thema "Hygienische und ökonomische Grundlagen der Minimalwohnung", der vorab an die geladenen Teilnehmer verschickt wurde. Das Problem des Minimalhauses war nicht neu, in England und Frankreich gab es seit dem 19. Jh. ähnliche Projekte. Neu war die systematische, wissenschaftliche Erfassung des Standes der Dinge, als Grundlage für weitere Schlussfolgerungen. Einen Monat vor Kongressbeginn veröffentlichte Giedion das Heftchen "Befreites Wohnen", in dem er die Frage des Kongresses in die einfachste Form brachte: "Was braucht der Mensch?".
Am 24.10.1929 begann der zweite CIAM. 130 Architekten und einige Nicht-Architekten waren auf der zunächst nicht öffentlichen Veranstaltung anwesend. LeCorbusier war zu der Zeit in Südamerika.
Gropius eröffnete mit einem Vortrag zum Thema "Flach- Mittel- oder Hochbau". Er plädierte dabei eindeutig für höhere Bauten, da so bei hoher Bevölkerungsdichte ein geringer Lichtverlust und mehr Luft garantiert werden konnte. Mumford sieht ?diese schicksalhafte Formulierung? als Legitimation für die "weltweit riesige Zahl der Hochhausprojekte der letzten 70 Jahre". May war so sehr gegen diesen Standpunkt, daß er Gropius' Ausführungen dazu nicht in der anschließenden Publikation erscheinen lassen wollte. Der eigentliche Punkt des Kongresses war aber die Wohnung für das Existenzminimum. Die Delegierten stellten vergleichende Untersuchungen aus ihren Heimatländern an. Es ging um die soziologischen, biologischen, um die wohnungswirtschaftlichen und baugesetzlichen Grundlagen. Dazu wurde eine Ausstellung eingerichtet, die am dritten und letzten Tag des Kongresses, dem 26.10.1929 eröffnet wurde. Es gab ein einheitliches Layout von 1,20 x 2,00 Meter großen Tafeln. Darauf waren jeweils Grundrisse der erarbeiteten Minimalwohnungen in 1:10, Grundriß und Schnitt des entsprechenden Hauses in 1:50, ein Lageplan in 1:500 und alle notwendigen Zahlenangaben. Die reinen Grundrisse in dieser vergleichenden Darstellung erlaubten über wirtchaftliche und technische Grundlagen Aussagen zu treffen.
Ein Berichterstatter schrieb: "Von Architektur im alten Sinne war kaum die Rede. Von Ästhetik überhaupt nicht. So sehr treten alle Fragen der Ästhetik zurück, daß es möglich ist, eine Ausstellung bloß mit Grundrissen zu bestreiten."
1930 erschien der Ausstellungskatalog als Ergebnis von CIAM 2 "Die Wohnung für das Existenzminimum".

Im Februar 1930 fand ein erneutes CIRPAC-Treffen bei LeCorbusier in Paris statt, bei dem er seinen Unmut darüber äußerte, daß man sich bisher auf die Minimalwohnung beschränkt hatte und dabei die größere Dimension, die allgemeine Versorgung mit Gemeinschaftseinrichtungen vernachlässigt hatte. Darunter verstand er unter anderem die Versorgung mit Luft. Diese würde durch Verkleinerung der Wohnungen erlauben, die Mieten und somit die Lebenskosten zu verringern. Diese Fragen sollte der Kongress studieren und daraus neue Bedingungen für den Wohnungsbau ableiten. Er selbst übernahm die Untersuchung mittels eines Fragebogens.
Er war seitdem mehrmals in Moskau gewesen und arbeitete zu der Zeit am Zentrosojus Projekt. Er schlug sogar vor, einen der künftigen Kongresse in Moskau abzuhalten. LeCorbusier hob die Wichtigkeit des Zeilenbaus hervor und brachte den sowjetischen "Green City" –Wohnungsbauwettbewerb in die Diskussion ein. Nach dem Treffen überarbeitete er seinen "Ville Radieuse"-Plan für Moskau unter dem Titel "Response to Moscow", den er auf dem nächsten Kongress vorstellen wollte.
Das Thema für den 3. Kongress vom 27.-29. November 1930 in Brüssel wurde "Rationelle Bebauungsweisen". Aus Gropius' Eröffnungsrede: "Es gehört zu den Aufgaben des Kongresses, der weitverbreiteten Auffassung, rationell sei gleich wirtschaftlich, entgegenzutreten; rationell heißt wörtlich vernunftgemäß und umfasst also in unserem Falle neben den wirtschaftlichen vor allem auch die (...) sozialen Forderungen."
Es begann erneut mit der Frage nach Flach- Mitel- oder Hochbau, zu der LeCorbusier, Neutra, Gropius, Kaufman und Böhm sprachen, worauf eine Diskussion folgte. LeCorbusier erläuterte seinen vorab verschickten Fragebogen, der im übrigen weitgehend unbeantwortet geblieben war.
Im späteren Bericht von Kaufman im 'Zentralblatt' kann man lesen: "LeCorbusier glaubt, dass der Architekt den Wissenschaftlern nur die Problemstellung deutlich zu machen habe, um von ihnen Tatsachen geliefert zu bekommen, die auf die ganze Gestaltung der Wohnung revolutionierend wirken können. Er befindet sich damit in Gegensatz zu manchen anderen Vorkämpfern der neuen Baubewegung, unter anderen auch zu Mart Stam, der an Anregungen dieser Art von Seiten der Wissenschaft nicht glaubt." (Steinmann, S.82) Bereits hier zeichnet sich die eigentliche innere Spaltung des CIAM ab. LeCorbusier versucht immer wieder, den CIAM als seine eigene Plattform zu gestalten, was den Höhepunkt im Nachgang des vierten Kongresses finden soll, als die mehrjährige Arbeit vieler Architekten in LeCorbusiers Charta von Athen als dessen ausschließlich eigenes Kind verkauft wird.

Viele Ideen von CIAM waren nicht neu. Man vergleiche zum Beispiel die Wohnungsreformen und Gartenstadtbewegungen des 19. Jh.
Anstatt existierende Methoden würdigend aufzugreifen und weiterzuentwickeln, schien CIAM sie aus unerfindlichen Gründen neu zu erfinden und vorzuschreiben wollen. Mumford wirft dem CIAM quasi-wissenschaftliches Arbeiten im Vergleich der verschiedenen Städte vor, um zum vier-Punkte-Programm der funktionellen Stadt zu gelangen.

- text after CIAM 3 under construction –
Daten:
Juni 1928 CIAM 1 La Sarraz
Februar 1929 CIRPAC Basel
September 1929 CIRPAC Frankfurt
October 1929 CIAM 2 Frankfurt "Die Wohnung für das Existenzminimun"
Februar 1930 CIRPAC Paris
May 1930 CIRPAC Paris
September 1930 CIRPAC Frankfurt
November 1930 CIAM 3 Brüssel "Rationelle Bebauungsweisen"
Februar 1931 CIRPAC Zürich
Juni 1931 "special congress" Berlin
Februar 1932 CIRPAC Zürich
März 1932 CIRPAC Barcelona
Dezember 1932 CIRPAC Moskau
April 1933 CIRPAC Paris
Juli-Aug 1933 CIAM 4'on board' "Die funktionelle Stadt"
November 1933 CIRPACParis
Mai 1934 CIRPAC London
Juni 1935 CIRPAC Amsterdam
September 1936 CIRPAC La Sarraz
Juni-Juli 1937 CIAM 5 Paris "Logis et loisiers"
Juli 1938 CIRPAC Brüssel
April 1939 meeting Phoenixville
Juli 1939 CIRPAC Zürich
September 1939 canceled CIAM 6
...
May 1944 Beginn der Nachkriegstreffen
...

Vorsitzende
Karl Moser 1928-1930
Cornelis van Esteren 1931-1947
José Luis Sert 1947-1957 Generalsekräter
Sigfried Giedeon1928-1957

Veröffentlichungen des CIAM
CIAM 1: "Declaration of La Sarraz" In Programme und Manifeste des 20. Jahrhunderts, Hrsg. Ulrich Conrads - MIT Press – Cambridge 1990
CIAM 2: "Die Wohnung für das Existenzminimum" - Englert and Schlosser - Frankfurt 1930
CIAM 3: "Rationelle Bebauungsweisen" – Hoffmann – Stuttgart 1931
CIAM 4: "La Charte d'Athènes" – Plon – Raris 1943
CIAM 5: "Logis et Loisirs" – Editions de L'architecture d'aujourd'hui – Boulogne-sur-Seine 1937

Verwendete Literatur
Mumford, Eric – The CIAM Discourse on Urbanism, 1928-1960 – The MIT Press, Cambridge – 2000
Steinmann, Martin (Hrsg.) – CIAM Dokumente 1928-1939 – Birkhäuser, Stuttgart – 1979
Conrads, Ulrich (Hrsg.) - Programme und Manifeste des 20. Jahrhunderts - MIT Press – Cambridge 1990
Oechslin, Werner (Hrsg.) – LeCorbusier & Pierre Jeanneret – Das Wettbewerbsprojekt für den Völkerbundpalast in Genf 1927? – GTA/Ammann – Zürich 1988

Weiterführende Literatur
Giedion, Siegfried – Raum, Zeit, Architektur – Birkhäuser – Basel 1996
Giedion, Siegfried – Befreites Wohnen – Füssli – Zürich/Leipzig 1929
Ingberman, Sima – ABC – Internationale Konstruktivistische Architektur 1922-1939 – Viehweg/Bauweltfundamente 105 – Braunschweig 1997

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