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Semesterprojekte

Themenarchiv der Projekt- und Diplomarbeiten

Semester:
Wintersemester

Student:
Abel, Anna
Biechteler, Heike
Conradi, Julia
Förster, Catharina
Gieseke, Alexander
Hassenstein, Boris
Hoelzinger, Anne
Krug, Julia
Müller, Heidi
Opper, Cornelius
Przyrembel, Mark
Roloff, Yves
Schladitz, Wenke
Schneider, Christian
Schudel, Manuel
Swillus, Joachim
Wiesmann, Patrick

Studienphase:
Projekt im Hauptstudium

Professor / Lehrbeauftr.:
Prof. Eilfried Huth

Assistent / Wissensch. Mitarb.:
Jesko Fezer

Themengebiet:
Kultur/ Medien/ Kommunikation

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  • 1999. Studenten:
    Abel, Anna • Biechteler, Heike • Conradi, Julia • Förster, Catharina • Gieseke, Alexander • Hassenstein, Boris • Hoelzinger, Anne • Krug, Julia • Müller, Heidi • Opper, Cornelius • Przyrembel, Mark • Roloff, Yves • Schladitz, Wenke • Schneider, Christian • Schudel, Manuel • Swillus, Joachim • Wiesmann, Patrick
  • Projekt im Hauptstudium
  • Prof. Eilfried Huth
  • Kultur/ Medien/ Kommunikation
Semesterprojekt Architektur

RewindMETABOLISMUS

baulicher stoffwechsel in japan 1960-1970
Yona Friedman und GEAM
Julia Krug, Alexander Gieseke

Inhalt

Paris als Zentrum und die Gründung der Gruppe GEAM
Für die Kontakte der französischen, deutschen und japanischen Architekten, eines neuen urbanistischen Denkens, fungierte Paris als konzeptionelles Zentrum, wo 1957 die wichtigste der Gruppen eines visionären Urbanismus die Gruppe GEAM sich bildet.: "Groupe d`Etude d´Architecture Mobile" (GEAM, Studiengruppe für mobiles Bauen). bildete sich um die Person von Yona Friedman. Beteiligt in den ersten Jahren der GEAM waren: Frei Otto, Kühne, Soltan, Trapman, Kühne, Schulze- Fielitz, Günther Günschel und einige andere. So wie die Bezeichnung der Gruppe bereits deutlicht macht galt die Hauptbeschäftigung dem Thema der Mobilität. Mobilität war bereits das Thema des letzten Kongresses der CIAM in Dubrovnik 1956 gewesen, an dem eine junge Architekten Generation aus Frankreich, Japan und Israel, so wie Günther Kühne als Redakteur der Bauwelt teilnahmen. Möglicherweise wurden die Ideen Yona Friedmans zum ersten mal in der Bauwelt veröffentlicht, da bereits 1957 Günther Kühne seine Gedanken zu einer dynamischen Raumstruktur publizierte. Diese erste Veröffentlichung kann als das erste Forum seiner Ideen und die Möglichkeit der Kenntnisnahme der Gleichgesinnten gesehen werden. So erhielt Yona Friedman einen Brief von Frei Otto in dem er auf die Parallelitäten ihrer Forschungen hinwies. Das erste Treffen fand im März 1958 in Rotterdam statt. Ziel war es, alles das systematisch zusammenzufassen, was auf diesem Gebiet bisher an verstreuter Einzelarbeit geleistet worden ist.

Analyse der gesellschaftlichen Veränderungen
Die Familie als stabiler Kern ist zeitbedingt jeder sucht nach seiner eigenen Umgebung. Die Stadt ist der Ort der Begegnung und der Ort der Zerstreuung. Die Städte wachsen in einer unvorhersehbaren Geschwindigkeit, die gebauten Strassen werden in kürzester Zeit zu klein in die neu errichteten Flughäfen sind schnell wieder überlastet. Die Statistiken können keine verläßlichen Voraussagungen gewährleisten. Die Satelittenstädte werden zu reinen Schlafstädten in denen es keinerlei sozialen Austausch gibt, die Jugend verschwindet sobald ihr die Gelegenheit dazu gegeben ist. Als Hauptproblem der Gesellschaft wird die Langeweile und die Einsamkeit der Menschen betrachtet.. Sie können nicht mit der Situation umgehen, in der sie sich befinden, die einzige Möglichkeit , sie zu verändern, ist es die Bewohner selber ihre Form der Stadt auswählen zu lassen. a) der Verfall der historischen Gruppierungen wie Familie, Nachbarschaft b) Immer mehr Freizeit, deren Qualität sich ändert c) die Organisation-, Produktions,- Verteilungs,- und Verbindungstechniken werden immer internationaler . Die maximalen Bedingungen der Technik ändern sich von Jahr zu Jahr. Die Änderungen sind rasch und ihre Tendenz en sind nicht voraus zu sehen. die Vorausplanung ist unmöglich geworden.

Zielsetzung der GEAM

  • die Wichtigkeit der Freizeit betonen. Suche nach einer neuen Form der Freizeit
  • Möglichkeit der freien Bildung und Auflösung der Gruppen, ohne Verpflichtung des Zusammen Wohnens
  • die Landwirtschaft in die Stadt integrieren. Einerseits ist die Stadt der größte Verbraucher der landwirtschaftlichen Produkte, und anderseits hat der Landwirt ein Recht auf städtisches leben
  • die Stadt sind künstliche Welten nach künstlichen Topographien gebaut. Sie sind nicht Konglomerate von Häusern, sollen aber eine einige Struktur der technischen Skala werden, die alle individuellen Räume umfaßt
  • die Städte müssen klimatisiert sein: so werden die öffentlichen Räume verwendbar sein , bei jeder Witterung abgeschirmt
  • die Kontinuität der Entwicklung der Städte ist notwendig; die neuen Städte müssen die Verstärkung der alten Städte sein
  • die Städte müssen nach den die Dimensionen eingerichtet sein: die Wohnviertel werden nebeneinander und aufeinander gestellt werden.

Es muß eine Technik angewandt werden, die ein schnelles und einfaches Auf- und Abbauen ermöglicht. Als wichtigster Faktor gilt dabei die Infrastruktur. Die Setzung und Unbeweglichkeit der Strassen stellt das erste Problem dar.

Yona Friedman und seine Werke
Yona Friedman ist 1923 in Budapest geboren, 1945 verließ er Ungarn. 1948 machte er sein Diplom in Haifia, Israel. Nach der 1956 stattfindenden Teilnahme des CIAM X in Dubrovnik siedelt er nach Paris um. In dem folgenden Jahr gründet sich die Gruppe GEAM und die erste Fassung der " Architecture Mobile" veröffentlicht. Mit der Gründung von GEAM, 1958 in Paris, begann seine Schaffens­periode der utopischen Entwürfe: z.B. die Raumstadt, die Hafenstadt und die Umgestaltung des Platz Beaubourg In der Zeit von 1958-74 hält er Vorträge und verschiedene Lehrtätigkeiten an allen bedeutenden Universitäten der USA so wie in London, Paris und vereinzelt auch in Deutschland Er erlangte seine Bedeutung eher durch sein theoretisches Werk als durch seine realisierten Arbeiten. Zwischen 1958 und 1974 veröffentlicht er etwa 500 Zeitschriftenartikel in etwa 40 Ländern.. Neben den ersten Veröffentlichungen in der Bauwelt wurden seine Gedanken auch in Japan, 1960 mit Hilfe Kenzo Tanges publiziert. Ein Gastauftrag zum Festival Plaza läßt ihn 1970 an der Weltausstellung in Osaka teilnehmen. 1971 veröffentlicht er sein Buch " Pour une Architcture Sientifique" , welches schon als gedankliche Weiterführung von Le Corbusiers " Vers une Architecture " angesehen wurde. 1974 veröffentlicht er die Anleitungshilfe zu Eigeninitiative der Bewohner, " Meine Fibel ", die als Grundlage seines partizipatorischen Bauens diente.
Neben seinen architektonischen Aktivitäten machte er viele Filme, die entsprechend zu seinen Ideen der mobilen Architektur das Thema der Veränderung behandelten 1962 wurde ihm der " Grand Prix Lion d`Or de San Marc" auf dem Festival von Venedig verliehen. In Deutschland ehrte man ihn 1972 mit dem Architek­turpreis der Akademie der Künste , Berlin.

Zu Friedmans mobile Architektur 1956 -58
"Das Grundprinzip einer mobilen Architektur ist einfach der Architekt unserer Zeit ist nicht mehr im Stande den persönlichen Bedürfnissen des individuellen Bewohners gerecht zu werden, wegen der großen Anzahl der potentiellen Bewohner die es zu verstehen gilt So ist die Idee entstanden: Plane was ihnen gefällt! Da nicht die Architekten selber die Benutzer ihrer Gebäude sind, planen sie im völligen Unwissen der jeweiligen Vorlieben .Die mobile Architektur sucht nach einer Technik die es ermöglicht, auf unvorhergesehene Nutzungen eingehen zu können. Meine Untersuchungen haben ergeben, daß alle Konstellationen individueller Lösungen nebeneinander möglich seinen müssen. In einem Satz: überlasse den Bewohnern die Initiative! Diese Idee unterscheidet sich von der oft formulierten Idee der "Partizipation", da die Bewohner in diesem Fall nicht über das entsprechende Wissen verfügen, um den Architekten adäquat gegenüber treten zu können und sie so nicht wirkungsvoll Einfluß nehmen können."

Zur Idee der Raumstadt: 1958-59
Das Grundprinzip der Raumstadt ist die räumliche Infrastruktur, ein dreidimen­sionales Gerüst das von Stützen gehalten wird und verschiedene Etagen enthält. Die Infrastruktur gilt als der stabile Teil im Gegensatz zu den mobilen Ausfüllungen. Das Gerüst der Infrastruktur tritt dabei in den Hintergrund. Die vorgesehene Nutzungsverteilung legt eine Abstafflung nach Oben hin fest. Die unteren Bereiche sind für größere Nutzungen (Saal, Straßen) bestimmt, nach oben ist eine verstreutere und klein­teiligere Nutzung vorgesehen (Flure und Zimmer) der Bereich darauf ist für den Fußgängerverkehr bestimmt. " Diese Prinzip erinnert an den " freien Plan" der Gebäude, der vor vierzig Jahren von Le Corbusier verbreitet wurde. Die verschiedenen Ebenen der Stadt (Wohnen, öffentliches Leben, Verkehr) bleiben, was die Funktion und die Technik angeht, unabhängig voneinander. Die Organisation des Stadtplanes kann für jedes Geschoß verschieden sein. Die räumliche Stadt kann einer für die Zukunft sehr entscheidenden Möglichkeit den Weg frei geben: der Klimatisierung der Stadt .Die Techniken, die augenblicklich vorgeschlagen werden wie z. B: die von Buckminster Fuller, sehen eine Hülle vor, die von den übrigen Bauten unabhängig seinen soll. Umgekehrt wird in der räumlichen Stadt die Hülle ein Teil der räumliche Struktur bilden, eine Tatsache, die eine erhebliche Wirtschaftlichkeit der Struktur erlaubt, und die Klimatisierung unter der Hülle erleichtert, dank der Möglichkeit der Unterteilung des zu klimatisierenden Raumes."

Zum Entwurf der Hafenstadt 1968
Friedman plant 1968 zusammen mit Schulze-Fieliz eine Brückenstadt über den Ärmelkanal. Der Vorschlag einer Hafenstadt, die Frankreich und England verbindet, basiert auf einem Entwurf von Ingenieuren, die eine Brücke mit einer Konstruk­tionshöhe von 27 Metern, trotz des politisch ungünstigen Klimas zu der Zeit konzipierten. Friedman schreibt dazu: "Bis heute sind Brücken die einzigen künstlichen Kontinente, die die Menschheit erbaut hat: ein Stück trockener Erde über der Wasserober­fläche. Sie sind von Natur aus eine Verkehrskon­zentration von besondere Anziehungs­kraft: Sie sind die Schnittpunkte der Schiffahrt mit dem Erdverkehr. So sind sie auch in vergangenen Jahrhunderten genutzt worden: die Pont-neuf in Paris, die Rialtobrücke in Venedig, die Ponte Veccio in Florenz sind geichzeitig wichtige Märkte ihrer Städte gewesen. Eine neue Konstruktionstechnik die der räumlichen Struktur erlaubt, eine neue Entwicklung: die Brückenstädte nehmen nicht nur Verkehrswege auf, sondern auch die Grundelemente, die zu einer Stadt gehören: Öffentliche Räume, Industrie, Handel und auch Wohnungen." Friedman sieht in diesem Projekt die Möglichkeit einen touristischen wie wirtschaftlichen Anziehungspunkt zu schaffen.

Zum Alternativplan für den Platz Beaubourg in Paris 1971
"Die fundamentale Idee des Wettbewerbsvorschlages für das Zentrum sieht eine Veränderung dieses Ortes in einen überbauten öffentlichen Platz vor. "Der von der historischen Bebauung umfaßte Platz wird von einer Struktur überlagert. Durch die hochgeständerte Konstruktion wird der Fußgängerverkehr nicht beeinflußt. Die Zeichnungen zeigen eine Möglichkeit einer musealen Nutzung in einer komplexen, barock anmutenden Anlage, die trotz ihrer Komplexität sich einfach in die Infra­struktur eingliedert.

Das partizipatorische Bauen als Folge der frühen Utopien
Ähnlich wie Friedman in seinen " Mecanismes Urbains" anhand von selbst erstellten Logos und Diagrammen versucht die unbegrenzte Anzahl verschiedener Konstellationen zu kategorisieren will er mit seinem Buch " Meine Fibel" den Bewohnern eine Planungshilfe an die Hand geben. Mit symbolischen Zeichnungen erklärt er die Grundlagen räumlicher Organisation als Formulierungshilfe der eigenen Wünsche.
Yona Friedman geht davon aus, daß die Menschen das Selbstbewußtsein verloren haben sich die Planung von Städten und Wohnungen zuzutrauen. Sein Ziel ist es: " dem Publikum Mut machen und Vertrauen zu sich und seinen Planungs­fähig­keiten einflößen." Der von ihm angestrebte Unterricht in den Grundschulen, soll allen Menschen die selbe Möglichkeit geben, einen Sinn für die räumliche Organisation zu entwickeln. Friedman sieht in jedem Menschen einen gleichbe­rechtigten und gleichermaßen lernfähigen Menschen. Als Schlüssel der Selbstplanung sieht
Freidman die Grundlage eines Kodes: "der Kode ersetzt den Übersetzter", und macht die Selbstplanung für jeden möglich. Um einen solchen abstrahierten allgemein zugänglichen Kode aufstellen zu können, listet er die Grundaktivitäten die, die Architektur leistet auf, um sie in eine abstrakte Diagramm­sprache zu übersetzten.
Aufstellung:
1. Die Hauptaktivität der Architektur besteht in der Abtrennung von einem oder mehreren Teilen einer bestehenden Außenwelt.
2. Alle Teile, die aus einer Abtrennung von der Außenwelt herrührt, müssen zugänglich sein.
3. Mindestens einer der von der Außenwelt abgetrennten Räume unterschiedet sich von den anderen.
Anhand dieser aufgestellten Grundbe­dingungen erstellt er graphische Zeichen, die als Grundlage einer einfachen Planung und Überprüfung der verschiedenen Konstella­tions­möglich­keiten dienen soll. Als reduzierte Strichzeich­nungen werden so die unterschiedlichen Anordnungen von, abgetrenntem Raum, Verbindungsweg, und unterschied­licher abgetrennter Raum untersucht und kategorisiert.
1976 realisierte Yona Friedman ein Verwaltungs­gebäude von C.D.C: in Every, Frankreich an dem 300 Menschen ihrem Arbeitsplatz mit planten. Das partizipa­torische Bauen war die einzige realisierte Form seiner Ideen der totalen Auflösung architekto­nischer Determinierung.

Vergleich Japan – Europa
Während die Dichte der Bevölkerungsstruktur in Europa einen visionistischen Gedanken darstellt, ist dieser in Japan ein realer Zwang. Was in Europa Denkspiel der Avantgarde ist, wird in Japan realisiert.Die traditionelle, japanische Architektur erscheint dem metabolistischen Prinzip in Bereichen als artverwandt. Nicht zuletzt ausschlaggebend und bedingend für das erkennbare Wiederaufleben dieser Richtung scheinen eine Art "technischer Optimismus" zu sein, vorangetrieben durch Japans Rolle als Exportnation, zu der sie sich nach dem Kriege entwickelte. Der Hang zu künstlichen Umwelten wird nicht zuletzt auch durch die Rolle des Landes in der Stahl-, Glas-, und Zementindustrie begründet.
Unterstützt von dem Glauben, Probleme wie Luftverschmutzung durch technologische Entwicklungen wieder in den Griff zu bekommen, scheinen grundlegend und legitimiernd zugleich, den Technikglauben voran zu treiben. So nehmen die Planungen der highrise buildings von 1000-4000 Metern, Weltraum- und Unterwasserstädten, welche schon 1956 begonnen wurden ihren Lauf. Nachdem man die 30 Meter Höhenbegrenzung aufgehoben hatte, entstanden 300-Meter-Türme, die heute realisiert schon in den 60er Jahren geplant waren. Sogar Städte auf schwimmenden Plattformen wurden hierbei in die Überlegungen mit einbezogen, lediglich die deutlich höheren Kosten im Vergleich zur Landaufschüttung haben dieses Vorhaben bislang verhindert.. Meeresstädte, wie zB. Aquapolis, Meereskraftwerke, schwimmende Hotels, Fabriken und Ladestationen sind dabei heute schon in den Bereich der Wirklichkeit gerückt. Projekte künstlicher Inseln in Kobe und Yokosuka ,wie auch der Kansai International Airport werden bereits realisiert. Trotz des noch nicht ausreichend vorhandenen politischen Willens für viele Grossprojekte, scheinen die geistigen Voraussetzungen des "städtebaulichen Jahrhundertprojektes" zumindest in der Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur vorhanden, in Form von planerischen, wie ökonomischen Fähigkeiten.
Trotz der schon 1960 erfolgten Uminterpretierung des Metabolismus als einer biologischen Analogie in eine technologische wird er auch heute noch als biologische Idee einer ideologischen Ideologie gesehen, obgleich noch viele Gebäude Japans Bezug nehmen auf herkömmliche europäische Modelle. Als zwingend wird jedoch nach wie vor die Notwendigkeit gesehen, in Kreisläufen zu denken, Ressourcen nachhaltig zu nutzen und die Qualität der Umwelt zu verbessern.
Die Artverwndtheit des M. mit der traditionellen japanischen Holzarchitektur beruht auf dem Prinzip von Abriss, Montage und Wiederaufbau, wie auf der Beziehung von offenem Raum und hochflexiblen Lebensstilen.
M. basierend auf einem inneren Umweltprinzip sei die notwendige Lösung. "Architektur war bislang auf sich selbst bezogen und betrachtete ihren Einfluss auf die Umwelt und die notwendige Harmonisierung mit dieser als nebensächlich." was als Grund für die Zerstörung der Natur, und folglich zur Überbevölkerung und Orientierungslosigkeit der Städte beigetragen habe.
"Die einzige Lösung liegt darin, die Langlebigkeit eines erhaltenswerten Raumes durch Austausch zu gewährleisten und so eine vorhandene Umgebung aufrechtzuerhalten. Das ist der Weg, ein bessere, menschliche Umwelt zu schaffen, und ich denke, dass der Metabolismus bei der Suche nach solchen Räumen effektiv ist. Indem ersetzbare Teile überprüft werden, erkennt man die Teile, die nicht austauschbar sind" (..) "Die ersetzbaren Teile können als Dinge betrachtet werden, die sich im Lauf methabolisch verändern."
Das Thema der Architektur sei es, mit Hilfe eines solchen Austauschsystems einen Raum zu bauen.

Literatur

  • Arch + , 1999
  • Bauwelt, 1957 Heft 16, p. 361
  • Bauwelt 1957 Heft 52
  • Bauwelt, 962 Heft 28/29, p.796
  • Bauwelt, 1963 Heft 1
  • Bauwelt, 1963 Heft 14/15 ,p.386
  • Pevsner, Lexikon der Weltarchitektur, Prestel, München 1992
  • Yona Friedman," L’ architecture mobile", ,cahiers du centre d etudes architecturales 3,1
  • Yona Friedman ," mecanismes urbains" ,cahiers du centre d etudes architecturales 3,2
  • Yona Friedman, Meine Fibel, Bertelsmann Fachverlag, Düsseldorf ,1974
  • Yona Friedman," toward a scientific architecture", MIT, 1975
  • Yona Friedman,"Les visionnaires de L´architecture ",construire le monde,Paris 1965
  • Yona Friedman," Dessins d´architecture", Hotel Drouot, 1991

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